Leanne Fielding und Pauline Little (Fachkrankenschwestern für Stomaversorgung, Aintree Hospital, Liverpool)
Leanne Fielding und Pauline Little (Fachkrankenschwestern für Stomaversorgung, Aintree Hospital, Liverpool) haben bei der Symptombehandlung einiger ihrer Stoma-Patientinnen und -Patienten einen innovativen Ansatz verfolgt und hervorragende Ergebnisse erzielt. Michelle hat sich mit ihnen getroffen, um mehr darüber zu erfahren, wie die Anwendung der Darmirrigation mit geringer Wassermenge ihren Patientinnen und Patienten hilft.
Erzählen Sie uns von Ihren Angebot …
Wir arbeiten als Fachkräfte in der Stomaversorgung eng mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der koloproktologischen Abteilung zusammen. Unsere Patientinnen und Patienten wurden wegen Darmkrebs oder auch wegen gutartiger Erkrankungen operiert, und viele von ihnen haben ein Stoma. Manchmal leiden sie unter Beschwerden im Enddarmbereich wie Schleimbildung oder Stuhlinkontinenz und Schleimausfluss.
Warum haben Sie damit begonnen, Darmirrigationen anzubieten?
Einige der Patientinnen und Patienten suchten alle vier Wochen die Klinik auf, um sich einer rektalen Spülung zu unterziehen, die dabei hilft, ihre Beschwerden zu lindern. Wir haben untersucht, wie wir unsere Effizienz steigern könnten. Seit der Pandemie haben sich unsere Wartezeiten deutlich verlängert, und wir wollten die Prozesse für die Patientinnen und Patienten optimieren. Im Januar 2022 haben wir mit Darmirrigation mit geringer Wassermenge begonnen. Dazu haben wir Qufora IrriSedo MiniGo und Qufora IrriSedo MiniGo Flex als Ersatz für Rektalspülungen eingeführt.
Hier sind unsere Ergebnisse …
Bislang wurden 21 Patientinnen und Patienten in der Irrigation mit geringer Wassermenge angeleitet. Dreizehn davon, also 76 %, führen die Irrigation seitdem ein- bis zweimal pro Woche durch. Neun dieser Patientinnen und Patienten haben ein endständiges Stoma (Rektumstumpf) und sieben eine doppeltläufige Ileostomie. Inzwischen müssen sie nicht mehr die regelmäßigen rektalen Spülungen wahrnehmen. Die Irrigation ermöglicht es ihnen, den angesammelten Schleim und Stuhl zu entleeren, sobald er entsteht. Dadurch wird das rektale Unbehagen früher gelindert und die Häufigkeit von Inkontinenz hat abgenommen.
Acht der Patientinnen und Patienten, das sind 38 %, haben die Darmirrigation eingestellt. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Dazu gehören unter anderem mangelnde Motivation, rektale Blutungen sowie die geringere Wirksamkeit der Darmirrigation im Vergleich zur distalen Spülung.
Welche Vorteile haben Sie durch die Anwendung der rektalen Irrigation festgestellt – sowohl für den Service als auch für Ihre Patientinnen und Patienten?
Das Vermitteln der rektalen Irrigation hat uns neue Kompetenzen und eine zusätzliche therapeutische Option für das Darmmanagement eröffnet. Die Qufora-Produkte lassen sich leicht erklären, und ihre Verwendung ist für die Betroffenen einfach zu erlernen. Wir konnten die Zahl der notwendigen rektalen Ausspülungen erheblich senken – inklusive deutlicher Kosteneinsparungen – und dadurch mehr klinische Kapazitäten für andere Patientinnen und Patienten schaffen. Außerdem schaffen wir so zusätzliche freie Termine in den Darm-Sprechstunden, da diese Patientinnen und Patienten zuvor dorthin überwiesen wurden, um die Irrigation zu erlernen Wir können ihnen die Darmirrigation unverzüglich beibringen, ohne dass eine Überweisung erforderlich ist. Das vereinfacht den Behandlungsablauf deutlich.
Die Patientinnen und Patienten fühlen sich so in der Lage, ihre Symptome selbstständig zu bewältigen, was das Selbstvertrauen stärkt. Wenn sie sich unwohl fühlen, können sie eine Darmirrigation vornehmen. Das ist viel bequemer, als auf den nächsten Termin für eine rektale Spülung zu warten. Weniger Termine bedeutet eingesparte Zeit, weniger Fahrtkosten und weniger Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Wir haben festgestellt, dass seltener eine Proktitis auftritt, vielleicht weil bei der Irrigation Wasser verwendet wird und nicht Einläufe, wie sie einige der Patientinnen und Patienten zwei- bis dreimal pro Woche angewandt haben. Indem sich die Symptome durch eine Darmirrigation mit geringer Wassermenge lindern lassen, können die Patientinnen und Patienten ihren Alltag bewältigen, ohne sich Sorgen um unvorhersehbare Darmbeschwerden machen zu müssen.


