Was ist eine Darmirrigation
Die Darmirrigation, auch bekannt als transanale oder anale Irrigation, ist zur Linderung von Darmbeschwerden.
Es ist eine wirksame Behandlung für Personen, die Schwierigkeiten mit der regelmäßigen Darmentleerung haben, und kann dazu beitragen, die allgemeine Darmgesundheit und -funktion zu verbessern.
Sie kann einer Stuhlinkontinenz vorbeugen und die Symptome von Obstipation lindern.
Anwendung der rektalen Irrigation durch die Patientinnen und Patienten
Die rektale Irrigation wird in der Regel von den Patientinnen und Patienten selbst (oder von einer Pflegekraft oder einer anderen Gesundheitsfachkraft) durchgeführt, wobei die betroffene Person auf der Toilette oder einem Toilettenstuhl sitzt.
Der Vorgang der rektalen Irrigation lässt sich in drei einfachen Schritten zusammenfassen:
Schritt 1: Bewertung
Die Eignung der Patientinnen und Patienten für eine Darmirrigation wird unter Berücksichtigung ihrer Symptome und ihrer individuellen Situation von einer Ärztin oder einem Arzt beurteilt.
Schritt 2: Einbringen von Wasser
Mit einem Produkt aus der Qufora IrriSedo-Reihe werden die Patientinnen und Patienten darin geschult, wie sie körperwarmes Leitungswasser durch den Anus in den Darm einleiten können. Dies geschieht entweder mit einem Konus oder einem Katheter, der an einen Behälter für Wasser (entweder einen Wasserbehälter oder eine weiche Handpumpe) angeschlossen ist.
Schritt 3: Ausscheidung
Wenn der Konus oder Katheter entfernt wird, entleert sich der Darminhalt.
Funktion der Darmirrigation
Der genaue Wirkmechanismus ist unklar, es wird jedoch von einer Kombination aus einer Spülwirkung und einer Stimulation der Peristaltik ausgegangen, die wahrscheinlich von der verwendeten Wassermenge abhängt. Außerdem kann es sein, dass das körperwarme Wasser den Stuhl erweicht und so dessen Ausscheidung unterstützt (Emmanuel et al., 2019).
Wassermenge für die Darmirrigation
Es wird vermutet, dass bestimmte Wassermengen für unterschiedliche Darmprobleme geeignet sein könnten.(Emmanuel et al., 2019). Die verwendete Wassermenge variiert also je nach den zugrunde liegenden Symptomen der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Reaktion und Verträglichkeit gegenüber dem eingebrachten Wasser. Manche Menschen bemerken von Anfang an eine Verbesserung, während andere möglicherweise erst eine Routine finden, nachdem sie sich drei Monate lang irrigiert haben.
Zeitpunkt der Darmirrigation
Eine Darmirrigation ist oftmals eine langfristig angelegte Behandlungsmethode. Deswegen ist es wichtig, dass sie zu einem für die Patientinnen und Patienten günstigen Zeitpunkt durchgeführt wird und sich natürlich in deren Lebensstil einfügt. Da der Darm am besten auf eine regelmäßige Routine anspricht, sollte die Irrigation vorzugsweise jeden Tag zur selben Zeit erfolgen. Eine Irrigation 20 bis 30 Minuten nach einer Mahlzeit kann den gastrokolischen Reflex nutzen und so das Ergebnis verbessern.
Häufigkeit der Darmirrigation
Zumindest zu Beginn wird eine tägliche Darmirrigation empfohlen (Emmanuel et al., 2019). Dies hilft dabei, sich mit dem ausgewählten Produkt vertraut zu machen und für die Darmentleerung eine Routine zu entwickeln. Sobald dies geschehen ist, kann auch eine Darmirrigation alle zwei Tage ausreichen. Das hängt von der jeweiligen Person ab.
Dauer der Darmirrigation
Sobald der Konus (oder Katheter) entfernt wurde, kann der Stuhl (oder braun verfärbtes Wasser, wenn der Stuhl weich geworden ist) sofort in die Toilette ausgeschieden werden. Es wird empfohlen, dass die Patientinnen und Patienten zunächst bis zu 30 Minuten lang auf der Toilette sitzen bleiben, damit die Peristaltik ausreichend viel Zeit hat, einzusetzen, und mehr Stuhl ausgeschieden werden kann. Sobald eine gute Routine entwickelt wurde, wird die Darmirrigation kürzere Zeit in Anspruch nehmen.
Zu beachten
Es dauert, bis eine gute Routine erreicht ist. Manche Menschen bemerken bereits nach wenigen Wochen einen Unterschied, bei anderen kann es länger dauern.
So funktioniert Darmirrigation – Video ansehen
Mehr erfahren
Medizinische Informationen
Hier erhalten Sie Zugang zu evidenzbasierten Informationen über Darmgesundheit, Darmirrigation und damit verbundene Krankheitsbilder, was Sie bei einer fundierten medizinischen Beurteilung und Behandlung unterstützt.
Berichte von Betroffene
In Fallberichten von Patientinnen und Patienten erhalten Sie Einblicke in die Darmmanagement in der Praxis, erfahren mehr über mögliche Behandlungswege und lesen Erfahrungen von Betroffenen aus medizinischer Perspektive.
Unsere Produkte
Finden Sie die Produkte, die sich nahtlos in den Alltag einfügen und dabei helfen können, ein Gefühl von Kontrolle und Selbstvertrauen zurückzugewinnen.


